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Fluffig, schaumig, cremig.
leon kaiser | 29. August 2010
Sie heißen unter anderem Lafer, Schuhbeck, Herrmann und Kleeberg und predigen mittlerweile fast täglich auf allen Kanälen ihre Kochkünste. Wohin man auch umschaltet, irgendwo reckt ein Kochlöffelschwinger seine Nase in die Kamera und schwärmt von schlotzigen Risottos, schäumenden Soßen und sahnigen Desserts. Läuft einem bei den ersten Malen das Wasser im Munde zusammen, fragt man sich bald, ob nun jede Suppe aufgeschäumt und jedes Püree durch ein Sieb gestrichen werden muss.
Was ist falsch daran, beim Essen seine Zähne zu benutzen, seine Kartoffeln lieber als Stampf zu mögen und die Frikadelle dem oft zitierten Bremsklotz gleicht? Warum ein Soufflé backen, wenn einem der Schokoladenkuchen besser mundet? Mir persönlich ist der Genuss wichtiger, als darauf zu achten, jede konsistenzlose Masse mit einem Strohhalm einsaugen zu können, und dazu gehört das Erlebnis im Mund meine Mahlzeit zu zerkauen.
Ich möchte die Sterneküche nicht verunglimpfen, aber ab einem gewissen Punkt gleichen sich die Gerichte der „gehobenen“ Küche in einem Maße, dass man sich nach Abwechslung sehnt, nach einem guten Teller Eintopf, dessen Gemüsestücke nicht auf den Millimeter zugeschnitten sind, und nach einem Schnitzel, das nicht hauchdünn paniert ist, mit Bratkartoffeln, die keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.
Was ist falsch daran, beim Essen seine Zähne zu benutzen, seine Kartoffeln lieber als Stampf zu mögen und die Frikadelle dem oft zitierten Bremsklotz gleicht? Warum ein Soufflé backen, wenn einem der Schokoladenkuchen besser mundet? Mir persönlich ist der Genuss wichtiger, als darauf zu achten, jede konsistenzlose Masse mit einem Strohhalm einsaugen zu können, und dazu gehört das Erlebnis im Mund meine Mahlzeit zu zerkauen.
Ich möchte die Sterneküche nicht verunglimpfen, aber ab einem gewissen Punkt gleichen sich die Gerichte der „gehobenen“ Küche in einem Maße, dass man sich nach Abwechslung sehnt, nach einem guten Teller Eintopf, dessen Gemüsestücke nicht auf den Millimeter zugeschnitten sind, und nach einem Schnitzel, das nicht hauchdünn paniert ist, mit Bratkartoffeln, die keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.
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